Der nackte Wahnsinn
Slapstick-Komödie
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Rat Race - Der nackte Wahnsinn DVD

Genre

Das Genre ist bei Rat Race – Der nackte Wahnsinn eindeutig zu identifizieren: eine Komödie mit Elementen eines Abenteuerfilms, wie man sie besser nicht inszenieren könnte. Wobei der deutliche Unterschied zu anderen Filmen darin besteht, dass weder Liebesbeziehungen eine tragende Rolle spielen, noch andere emotionale Beziehungen die komödiantischen Inszenierungen leiten. Einzig und allein die Unterschiedlichkeit der Charaktere und die Filmgeschichte führen dazu, dass die Komödie beinahe jeden Humor anspricht.

Das Genre ist teilweise klassisch, da das Filmkonzept eine Umsetzung in dieser Form voraussetzt. Dass jedoch die perfekten Schauspieler aus diesem Genre gewählt wurden, um die Film-Personen darzustellen, ist sozusagen das Highlight des Filmes. Die Dialoge sind genial, die Szenen perfekt umgesetzt und auch die individuellen Vergleichsmöglichkeiten zwischen dem Zuschauer und den einzelnen Film-Charakteren sind in jedem Fall gewährleistet. Man kann sich perfekt in solch eine Situation hineinversetzen und entsprechend dem Handlungsverlauf folgen.

Schon alleine die Vorstellung, dass man, statt auf herkömmliche Weise in einem normalen Beruf mittels Durchhaltevermögen und gewitzter Strategie an 2 Millionen Dollar gelangen kann, ist für viele eine wahrhaft traumhafte Vorstellung. Wem wären da die Umstände nicht vollkommen gleichgültig? Der Film spricht trotz des Genres ein Ursprungsbedürfnis der Zuschauer an – Wohlstand und Sicherheit. Diese beiden Aspekte führen dazu, dass Menschen unvorstellbare Dinge vollziehen. Kaum möglich ist es, auf die klassische Weise solch ein Vermögen zu erarbeiten – entsprechend phantasievoll agieren auch die einzelnen Film-Charaktere um das Ziel schnellstmöglich beziehungsweise am schnellsten zu erreichen.

Ganz gleich wie sonderbar die Personen auch sind, der Zuschauer merkt über 112 Minuten hinweg, dass ein zunächst eigentlicher Wettkampf nur erfolgreich absolviert werden kann, wenn die einzelnen Konkurrenten auch in gewisser Weise zusammen halten. Eigentlich ist der Regisseur Jerry Zucker für einen derartigen Spagat zwischen Ursprungs-Bedürfnis und Komödie zu beglückwünschen – kaum einem anderen Produzenten ist es in der Vergangenheit gelungen, den Wunsch eines jeden in eine derart amüsante Filmgeschichte zu integrieren. Denn eigentlich geht es in jedem Fall – ganz gleich ob man die wettenden Millionäre oder die sechs Wettkampf-Teilnehmer betrachtet – um das Gewinnen und letztendlich um die Belohnung dessen. Das heißt, dass nicht nur die klassischen Anforderungen an das Genre erfüllt worden sind, sondern zudem auch noch eine Vielschichtigkeit entwickelt wurde, die selbst so manches Drama in den Schatten stellen könnte. Das zu Beginn Chaotische wirkt aufschlussreich; ein jeder Zuschauer kann die Gedanken und Handlungsabläufe der Protagonisten nachvollziehen – womit aus einer Komödie eine Selbsterkundung werden könnte.