Der nackte Wahnsinn
Slapstick-Komödie
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Rat Race - Der nackte Wahnsinn DVD

Inhalt

Rat Race besticht nicht nur mit ausgezeichneten Schauspielern, nein, ganz im Gegenteil: Die ausgefallene Geschichte des Filmes lässt die Leistung der Darsteller beinahe verblassen. Der Inhalt des Filmes wirkt auf den ersten Eindruck leicht irritierend, wobei jedoch einfach nur konzentriert die Handlung verfolgt werden muss um nicht den dramaturgischen Faden zu verlieren. Das Wettrennen um zwei Millionen Dollar ist nicht nur im Film eine irrsinnig witzige Angelegenheit, sondern wäre vermutlich auch im realen Leben eine vorstellbare Komödie. Geleitet von dem Aspekt Geld, treten die Kandidaten gegeneinander an - ohne es zu wissen, vereinen sich die Kandidaten zu einer Einheit.

Dass reale Menschen Teil eines perfiden Spieltriebes gelangweilter Millionäre sind, wirkt zu Beginn absurd. Dennoch regt Rat Race zum Nachdenken an und dies ist keinesfalls als Kritik zum Film zu bewerten. Menschen, die alles haben, was man nur besitzen kann; ist es da so unvorstellbar, dass ein solches Filmkonzept nicht wirklich in der Realität greifbar sein könnte? Die Frage bleibt offen – bis dahin wird dem Regisseur Jerry Zucker ein hohes Potential an Kreativität und Vorstellungsvermögen zugesprochen.

Trotzdem dass die Filmgeschichte ausgefallen ist, wurden die einzelnen Charaktere mit den idealsten Schauspielern dieser Zeit besetzt. Rowan Atkinson als Italiener und auch Whoopi Goldberg sind dabei nur die Ausgefallensten – auch der Milliardär wird perfekt von John Cleese dargestellt. Sowohl die Geschichte als auch die Darsteller und die Geschichts-Charaktere passen so harmonisch zusammen, wie man es in kaum einem anderen Film zu sehen bekommt.

Dass gänzlich auf Regeln innerhalb dieses Wettstreits verzichtet wurde, ist Dreh- und Angelpunkt des Filmes. Gibt es keine Vorgaben, kann man auch nicht betrügen – dass man in Anbetracht des großen Gewinns dennoch auf die Idee kommt nach Möglichkeiten zu suchen um schnellstmöglich ans Ziel zu gelangen, ist selbstverständlich. Konkurrenten zeitlich zu blockieren indem man den Tank des Fortbewegungsmittels zerstört, die Reifen am wertvollen Motorrad zersticht oder andere Wege sind aufgrund des offenen Spiel-Rahmens nicht ausgeschlossen. Und Fairness ist letztendlich ein moralischer Aspekt und keine Leitlinie dieses Spiels – entsprechend gering sind auch die moralischen Einwände der „Spieleentwickler“, die ebenfalls schon alleine mit realen Menschen als Spielfiguren unfair handeln.

Was man nun letztendlich durch den Inhalt des Filmes lernt, dass der kategorische Imperativ auch in der realen Welt des Öfteren in Betracht gezogen werden sollte – Der Konkurrenzkampf zwischen den sechs Teilnehmern ist letztendlich genau so wie die Wette der Millionäre zu sehen. Trotzdem also, dass der Filminhalt auf den ersten Blick denkbar surreal erscheint, ist doch ein Funken Realität zu finden.